Donnerstag, 24.05.2012 18°C

Offizielle Website der Hansestadt Lübeck

Offizielle Website des Ostseeheilbades Travemünde

 

Schnellsuche

Anzeige

Externe Links

Service

Der Rahmenplan

Die Planung des Hochschulstadtteils ging einher mit der landespolitischen Zielsetzung, soziale und wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Impulse für die gesamte Region zu schaffen. Die Nutzung von Entwicklungschancen, wie sie die Ansiedlung, die Vermarktung und die Nutzung neuer Technologien im benachbarten Areal beider Hochschulen bieten, soll die Zukunft neuer Generationen sichern.

Im Mai 2000 wurde nach einem abgestuften Auswahlverfahren, an dem fünf namhafte Büros teilnahmen, das Büro Petersen + Pörksen aus Lübeck mit der Bearbeitung des städtebaulichen Rahmenplanes von der HEG beauftragt.

In den folgenden Monaten wurde der Rahmenplan durch ein interdisziplinär zusammengesetztes Planungsteam unter Federführung der LEG Entwicklung GmbH in enger und konzentrierter Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Hansestadt Lübeck erarbeitet. In mehreren Workshops mit allen städtischen Bereichen und anderen beteiligten Institutionen wurden Ergebnisabstimmungen erzielt, die in bestimmten Leitzielen mündeten. Diese waren Grundlage der weiteren Bearbeitung.

Das städtebauliche Konzept

Carlebach Park

Die städtebauliche Leitidee des Projekts „Hochschulstadtteil“ war die Entwicklung um einen zentralen Stadtpark, den Carlebach Park, als Verknüpfung mit den bestehenden Bereichen von Fachhochschule und Medizinischer Universität. Der Carlebach Park sollte das soziale, kommunikative Zentrum bilden.
Für den „Stadtteil der kurzen Wege“ galt es, eine feinkörnige Mischung aus Arbeiten und Wohnen, aus Quartieren mit kurzen Wegen, sozialer Mischung und kultureller Vielfalt zu erstellen. Gleichzeitig sollten Lösungen für zukünftige Herausforderungen angeboten werden – beispielsweise für neue Wohnformen, neue Gesellschaftsstrukturen und Lebensentwürfe, eine Infrastruktur für berufstätige Frauen und Männer mit Kindern und für Alleinerziehende, neue Medien, innovative Arbeitsmöglichkeiten, ökologische Energiekonzepte, zukunftsweisende Technologien und umweltverträglichen Individualverkehr.

Ausgehend von der Leitidee des zentralen, verbindenden Carlebach Parks ist der Hochschulstadtteil in unterschiedliche Stadtquartiere mit unterschiedlichen baulich-räumlichen Qualitäten gegliedert:

Südliches Wohngebiet

Das südliche Wohngebiet erstreckt sich auf einer Fläche von 25 ha zwischen der Paul-Ehrlich-Straße im Norden und der Landgrabenniederung im Süden. Der größte Teil der Bauflächen ist hier bereits vermarktet und bebaut. 350 der insgesamt etwa 880 vorgesehenen Wohneinheiten entfallen auf Einzel-, Reihen- und Doppelhäuser, der überwiegende Rest auf den kleinteiligen Eigenheimbau. Gestalterisch ist das südliche Wohngebiet durch eine aufgelockerte Bebauungsstruktur, die Schwingenstraßen und die durchgehende Straßenbegrünung gekennzeichnet.

Unmittelbar an der „Grünen Fuge“, einer lang gestreckten Grünfläche im Nordosten des Hochschulstadtteils, liegen auf einer Fläche von ca. 7 ha die Baugrundstücke des nördlichen Wohngebiets. Stadtvillen sowie Mehrfamilien-, Reihen und Doppelhäuser sollen hier die Bebauung prägen. Farbenfrohe und abwechslungsreiche Reihenhausobjekte schmücken bereits einige Stellen des nördlichen Wohngebiets, weitere sind in Planung. Raum für kleinteiligen Handel und Dienstleistungsangebote ist ebenso vorhanden.

Parkrandbebauung.jpg

An beiden Längsseiten des Carlebach Parks entsteht eine 3- bis 4-geschossige Bebauung mit Orientierung zur Straße und zum Park, genannt die Parkrandbebauung. Hier ist reichlich Platz für Gastronomie, Läden und Dienstleistungsunternehmen, aber auch für attraktive Geschosswohnungen in unterschiedlichsten Größen und Grundrissen. Und die Lage ist ideal: Der Park ist gleichzeitig stark frequentierter Mittelpunkt und zentrales Erholungsgebiet des Hochschulstadtteils. Einige attraktive Flächen zur Bebauung für Gastronomie, Einzelhandelsgeschäfte und Wohnungen stehen noch zur Verfügung.

Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Stadtteils ist der Wissenschafts- und Technologiepark Innovations Campus Lübeck, kurz ICL. Hier stehen ausreichend Flächen für Forschungs- und Hochschulinstitute, innovative Wissenschafts- und Technologieeinrichtungen, Existenzgründer und Jungunternehmer aus den Fachbereichen Medizin-, Biotechnologie und Ingenieurwesen zur Verfügung. Ein bereits bestehender Bestandteil des ICL ist das Multifunktions Center. Damit entsteht auf dem ICL eine ganz neue Arbeitswelt – eine große Chance für die zukünftige Generation.