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Freitag, 20.01.2017
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Stadtporträt

Die Geschichte

Gegründet wurde Travemünde bereits 1187. Von Anfang an war die Fischersiedlung beim großen Nachbarn Lübeck begehrt. Bereits 1226 hatten sich die Hanseaten im Reichsfreiheitsbrief von Kaiser Friedrich II die entscheidenden Rechte gesichert. Damals kam auch der Priwall zu Travemünde. 1329 kaufte Lübeck die Siedlung und das komplette Gelände an der Travemündung für 1060 lübsche Mark und sicherten so ihren wichtigen Hafen gegen lästige Zölle durch Dritte. 1913 wurde die Stadt Travemünde nach Lübeck eingemeindet und ist seither ein Ortsteil der Hansestadt. Seit 1539 zeigte ein 39 Meter hoher Leuchtturm den Schiffen den Weg nach Lübeck. Er ist heute ein Museum mit vielen Exponaten aus der langen Schifffahrtsgeschichte des Ortes.

Im Jahr 1802 erhielt Travemünde als dritter Ort in Deutschland den Status „Seebad“. Der Tourismus entwickelte sich rasant: Eine Spielbank unterhält bis heute die gut betuchten Bürger aus Norddeutschland bei ihren Ausflügen an die Ostsee. 1803 wurde eine Seebadeanstalt gebaut, Badekarren und Strandkörbe eroberten die Küste. Ein Seebadmuseum in der Altstadt zeigt seit einigen Jahren die Geschichte der Badekultur.

Anfang der 1950er Jahre begann der Aufstieg als Fährhafen. Zuerst wurden Passagier-Fährverbindungen nach Skandinavien aufgebaut. In nur 50 Jahren entwickelte sich der Skandinavien-Kai zum größten deutschen Ostseehafen mit fahrplanmäßigen Schiffsabfahrten nach Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen, Estland, Lettland, Litauen und auch Russland. Heute ist Lübeck dank der Schiffsanleger in Travemünde der größte Fährschiffhafen Europas.