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Donnerstag, 22.06.2017
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Geschichte


Travemünde, eines der traditionsreichsten Seebäder Europas, kann mit seinen über 800 Jahren auf viele historische Begebenheiten und Wandlungen zurückblicken: Travemünde wurde nicht von den Lübeckern ins Leben gerufen, sondern 1187 gründete Graf Adolf II. von Schauenburg und Holstein Travemünde, das zuvor nur aus einer Burg bestand. Das Schicksal Travemündes war zwar von Anfang an eng mit der Hansestadt Lübeck verbunden. Aber der kleine Ort, den man bald „das Städtgen“ nannte, führte und behielt sein Eigenleben.

Bereits 1204 hatte Travemünde seinen eigenen Hafen, und schon rund 100 Jahre später tat schon ein Leuchtturmwärter seinen Dienst. Travemünde hatte sich zu einem Fischerdorf entwickelt. Doch Travemünde geriet schon bald in Schwierigkeiten gegenüber Lübeck und in den Strudel politischer Ereignisse, die von europäischer Dimension waren. Vor allem Lübeck, durch den Handel inzwischen zur größten Stadt Nordeuropas herangewachsen, wollte die Kontrolle über die Travemündung. Mit kaufmännischer Zähigkeit verfolgten die Lübecker ihr Ziel und kauften dem holsteinischen Grafen 1329 für ganze 1060 Lübsche Mark das kleine Fischerdorf ab. Ab sofort hatte der Vogt aus Lübeck das Sagen im Ort. Erst als Jahrhunderte später die erste Badeanstalt gegründet wurde, die ersten Dampfschifffahrtslinien Travemünde als Hafen wählten, eine Spielbank entstand und Travemünde 1802 Seebad wurde, änderte sich die Situation. Travemünde hatte bald einen internationalen Ruf.