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Pressemitteilungen des Lübecker Frauenbüros

Internationaler Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ in Lübeck
Gleichstellungsbeauftragte fordert zu sachgerechter Diskussion auf

Frauenbüro Lübeck

„Der richtige Standpunkt: gegen Gewalt!“ Zu diesem Motto hat die Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer alle Bürgerschaftsmitglieder eingeladen, ihren Standpunkt gegen Gewalt in der Mittagspause der Bürgerschaftssitzung am Donnerstag, den 27.11.2008 kundzutun.

Diese vom Bundesverband der Frauenfachberatungsstellen und Frauennotrufe in 2007 initiierte Aktion unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Ursula von der Leyen sollte und soll bundesweit Zeichen setzen und verdeutlichen, dass Gewalt gegen Frauen zu ächten ist und betroffene Frauen ermutigen, ihr Schweigen zu brechen.
Nachdem bereits zahlreiche Standpunkte-Aktionen in Landtagen – auch im schleswig-holsteinischen Landtag – und in zahlreichen Rathäusern Schleswig-Holsteins stattgefunden haben, soll der landesweite Abschluss am Donnerstag im Lübecker Rathaus sein.

Es geht um ein ernstes Thema, für das die Gesellschaft sich verantwortlich einsetzen muss“, verdeutlicht die Lübecker Gleichstellungsbeauftragte Elke Sasse. Noch immer erleben zwei von fünf Frauen in ihrem Leben sexuelle oder körperliche Gewalt. Auch in Lübeck suchen jährlich mehr als 200 Frauen Schutz in den beiden Frauenhäusern. In 2007 suchten über 2200 Frauen und Mädchen Unterstützung und Beratung durch die Lübecker Frauenfachberatungsstellen. In 266 Fällen war „Gewalt in der Familie“ Einsatzgrund für die Lübecker Polizei und 72 Mal musste eine Wegweisung des Täters ausgesprochen werden, um weitere Gefahr abzuwenden. 1575 Verfahren wegen Gewalt in der Familie waren bei der Staatsanwaltschaft Lübeck anhängig.

„Die Zahlen sprechen eine erschreckend klare Sprache“, stellt die Gleichstellungsbeauftragte fest und fordert deshalb die Lübecker Kommunalpolitikerinnen und –politiker auf, sich an der Standpunkte-Aktion zu beteiligen, um deutlich zu machen, dass sie Gewalt gegen Frauen ohne Wenn und Aber verurteilen. „Das Thema ist zu wichtig und die Folgen von Gewalt zu dramatisch, um es parteipolitisch zu zerreden.“