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Die "Charta von Aalborg"

Europäische Kommunen und Gemeinden machen mobil ....

Am 27. Mai 1994 verabschiedeten die TeilnehmerInnen der "Europäischen Konferenz über zukunftsbeständige Städte und Gemeinden" in Aalborg (Dänemark) eine Erklärung - die Charta von Aalborg - , die die UnterzeichnerInnen verpflichtet, in einen Lokalen Agenda 21 - Prozess einzutreten und entsprechend langfristige Handlungsprogramme aufzustellen.
 
Inhaltlich wurde die Konferenz vom Internationalen Rat für Kommunale Umweltinitiativen (International Council for Local Environmental Initiatives, kurz: ICLEI ) ausgerichtet. Mehr als 600 TeilnehmerInnen der Aalborg - Konferenz diskutierten die Inhalte in 36 Workshops. 80 europäische Kommunen und 253 VertreterInnen internationaler Organisationen, nationaler Regierungen und wissenschaftlicher Institute sowie Einzelpersonen traten damals dieser Erklärung bei und verpflichteten sich zu deren Umsetzung.

Zukunftsbeständigkeit in der Charta von Aalborg als regionale und lokale Aufgabe

"Wir Städte und Gemeinden verstehen, dass uns die Idee der zukunftsbeständigen
und umweltgerechten Entwicklung hilft, unseren Lebensstandard mit der Tragfähigkeit der natürlichen Umwelt in Einklang zu bringen. Wir bemühen uns um soziale Gerechtigkeit, zukunftsbeständige Wirtschaftssysteme und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Umwelt . Soziale Gerechtigkeit muss notwendigerweise auf einer wirtschaftlichen Dauerhaftigkeit und Gerechtigkeit beruhen, und diese wiederum erfordern eine Nachhaltigkeit der Umweltnutzung. Die nachhaltige Nutzung der Umwelt bedeutet die Erhaltung des natürlichen Kapitals. Sie erfordert von uns, dass die Verbrauchsrate von erneuerbaren Rohstoff, Wasser- und Energieressourcen nicht höher ist als die Neubildungsrate, und dass nicht erneuerbare Ressourcen nicht schneller verbraucht werden, als sie durch dauerhafte, erneuerbare Ressourcen ersetzt werden können. Nachhaltige Umweltnutzung bedeutet auch, dass die Emission von Schadstoffen nicht größer sein darf als die Fähigkeit von Luft, Wasser und Boden, diese Schadstoffe zu binden und abzubauen.
Darüber hinaus heißt nachhaltige Umweltnutzung auch die Erhaltung der Artenvielfalt, der menschlichen Gesundheit sowie der Sicherung von Luft-, Wasser- und Bodenqualitäten, die ausreichen, um das Leben und das Wohlergehen der Menschen sowie das Tier- und Pflanzenleben für alle Zukunft zu sichern."