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Montag, 18.12.2017
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"Wat mutt, dat mutt...
für mehr (Geschlechter-) Gerechtigkeit im echten Norden!"

Die hauptamtlich kommunalen Gleichstellungsbeauftragten haben im Hinblick auf die Landtagswahl ein umfangreiches und ansprechendes Eckpunkte-Papier formuliert. Es richtet sich an die Parteien, sowie die Kandidatinnen und Kandidaten, die nach dem 07. Mai 17 im schleswig-holsteinischen Landtag die Chance und Aufgabe haben, die Lebensrealitäten von rund 2,8 Mio.Frauen und Männern, von Mädchen und Jungen jeden Tag ein Stückchen besser zu machen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten beleuchten acht Themenfelder mit entsprechenden Zahlen und Fakten einerseits und Handlungsempfehlungen für die Akteurinnen und Akteure andererseits.

Das Eckpunkte-Papier zeigt den politischen Handlungsbedarf aus der Sicht von Frauen in zahlreichen gesellschaftlichen Bereichen auf. Unter anderem bezüglich der Aufwertung und fairen Bezahlung "frauentypischer Berufe" (beispielsweise Dienstleistungen im Gesundheits- und Sozialwesen), der Armutsgefährdung von Alleinerziehenden und Seniorinnen, der Förderung von geschlechtergerechter Besetzung in Führungspositionen und Entscheidungsgremien, des Ausbaus von kostenfreier, flächendeckender und flexibler Kinderbetreuung, die Berücksichtigung frauenspezifischer Belange in der Landesnahverkehrsplanung, in der Präventionsarbeit, sowie den effektiven Schutz von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder und vieles mehr.

"Eine gute und gerechte Demokratie kann nur funktionieren, wenn bei allen politischen Vorhaben die unterschiedlichen Bedarfe von Frauen und Männer Berücksichtigung finden", betont Utta Weißing, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Harrislee.

"Eine gute und gerechte Demokratie beginnt aber auch bereits mit der Verteilung von Entscheidungsmacht!" ergänzt Karin Lewandowski, Frauenbeauftragte der Stadt Itzehoe. "Mehr als die Hälfte aller Wahlberechtigten im "echten Norden" sind Frauen, dennoch spiegelt sich dies nicht in ihrem Einfluss in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wider".

So beträgt z. B.

Die Umsetzung einer paritätischen Besetzung der politischen Vertretungen ist daher eine seit langem wiederkehrende Forderung.

Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten werden in der kommenden 19. Legislaturperiode im regelmäßigen Dialog mit der Landespolitik auf die Erfüllung dieser Anforderungen hinarbeiten.
In diesem Sinne sind die "frauenpolitischen Eckpunkte" einerseits unterstützend - und andererseits Messlatte für eine (geschlechter-) gerechtere Politik...denn: von nix kommt nix!