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Schon lange überfällig: die tarifliche Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe

Die Lübecker Gleichstellungsbeauftragte Elke Sasse unterstützt die tarifpolitische Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe inner- und außerhalb des öffentlichen Dienstes: „Es handelt sich hier um Berufszweige, die im Wesentlichen von Frauen besetzt sind und über Jahrzehnte unterbewertet wurden.“

Die zeitgemäß hohen beruflichen Anforderungen, die als besonders hoch einzuschätzende gesellschaftliche Leistung und die seit Jahren stetig steigende berufliche und gesellschaftliche Verantwortung in den Sozial- und Erziehungsberufen stünden der mangelnden beruflichen Bedeutung und Anerkennung mehr als konträr gegenüber.

„Insgesamt ist die angestrebte tarifpolitische Aufwertung ein wichtiger Schritt hin zur Entgeltgleichheit“, ist Elke Sasse überzeugt.
Die Notwendigkeit der Entgeltgleichheit stehe seit 2013 auch im Bundeskoalitionsvertrag: „Ziel muss es sein, unter anderem die Arbeit in der Pflege, Betreuung und frühkindlicher Bildung weiter aufzuwerten“ so die abgestimmte Meinung der Koalitionspartner (Koalitionsvertrag S. 103).

„Diesem Ziel kann ich nur zustimmen - eine zeitnahe Umsetzung ist jetzt in den aktuellen Tarifverhandlungen auf Bundes- und Landesebene möglich“, glaubt Sasse und ist sicher: „Die finanzielle und damit gesellschaftliche Aufwertung dieser Arbeitsbereiche führt zu einer höheren Attraktivität der Sozial- und Erziehungsberufe und eröffnet somit auch die Möglichkeit, interessierte Nachwuchsfachkräfte zu gewinnen. Nur eine zeitgemäße und gerechte Entlohnung wird dazu führen, dass sich zukünftig auch mehr männliche Fachkräfte diesen Arbeitsbereichen zuwenden.“

Unter Betrachtung des schulischen und beruflichen Werdegangs, der auszuführenden Tätigkeiten, der vielfältigen Belastungen und der noch immer zugrundeliegenden antiquierten tariflichen Bewertung und Stellung der Erzieherin sei eine angemessene Ausbildungsvergütung für die Fachkräfte im Sozial- und Erziehungsdienst, die deutliche Anhebung des Grundgehaltes sowie eine moderne Zulagengestaltung und eine weitreichende Zulagenanwendung notwendig.

Die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe ist von hoher gleichstellungspolitischer Relevanz.

Lübeck, den 8. Mai 2015

Frauenbüro der Hansestadt Lübeck,
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Sophienstraße 2-8
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Tel: 0451/122-1615
E-Mail: frauenbuero@luebeck.de