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Frauen in Ost und West: zwei Ausstellungen in der VHS geben Einblicke

25 Jahre nach dem Mauerfall gibt es in der VHS, Hüxstraße 118-120 zur Zeit gleich zwei Ausstellungen mit Frauenblick zu sehen:

„25 Mauerfall – was Frauen bewegt(e)“ wurde als Ausstellung von den Gleichstellungsbeauftragten der Hanse- und Partnerstädte Wismar und Lübeck initiiert. Sechs individuelle Porträts von Wismarerinnen und Lübeckerinnen auf den Mauerfall sprechen für sich.
„Die meisten von uns wollten doch gar nicht in den goldenen Westen. Wir wollten eine andere DDR“ sagt z.B. die Wismarerin Katrin Frenkel. Selbstkritisch die 64jährige Bettina Jansen-Schulz aus Lübeck: „Man hat die Chance verpasst, das Beste aus beiden Staaten zusammenzuwerfen.“
Drei Leitfragen prägten die Interviews, aus denen die wesentliche Zitate dargestellt werden:
„Was bedeutete der Mauerfall damals und heute für Sie? Wo hat sich für Sie die Situation als Frau oder für Frauen allgemein verändert? Welche Ausgangsbedingungen brauchen Frauen aus Ihrer Sicht für ein gleichberechtigtes Leben?“
„Am liebsten hätten wir die gesamten Interviews abgedruckt, denn unseres Erachtens sind sie alle hochspannend, sehr lesenswert und dazu vielfach sehr berührend“, so Elke Sasse, Lübecker Gleichstellungsbeauftragte. „Für die Ausstellung mussten wir uns leider auf die prägnantesten Aussagen beschränken – aber in der Zusammenstellung hier von 12 unterschiedlichen Blicken auf den Mauerfall geben sie ein eindrückliches Bild.“
Die Wismarer Kollegin Petra Steffan ergänzt: „Interessanterweise gibt es trotz der so unterschiedlichen Frauen rote Fäden, die sich überall wiederfinden lassen: Bei den Lübeckerinnen stehen die Notwendigkeit einer guten Kinderbetreuung und die finanzielle Unabhängigkeit der Frauen im Fokus. Bei den Wismarerinnen wird der besondere Zusammenhalt in der DDR und ebenfalls die Kinderbetreuung durchgängig bei allen hervorgehoben.“

„Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht“ ist der Titel einer parallel laufenden Plakatausstellung über den Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre.
Sie erzählt „eine Geschichte vom Sprechenlernen, Verantwortung übernehmen, von Solidarität und der Verteidigung der Menschenwürde in einer Gesellschaft, die von Willkür und Lüge beherrscht wurde". So beschrieb Bärbel Bohley im Rückblick die gut 30jährige Widerstandsgeschichte.
Anfang der 1980er Jahre gründeten Frauen in Ostdeutschland Oppositionsgruppen, die sich DDR-weit vernetzten und mit Protestaktionen die Öffentlichkeit suchten. Diese Frauenbewegung der DDR war am Entstehen der Bürgerbewegung und der Freiheitsrevolution von 1989 beteiligt.

Die Ausstellung „25 Jahre Mauerfall – was Frauen bewegt(e)“ ist noch bis zum 9. Oktober zu sehen – dann wandert sie in die Partnerstadt Wismar.
Hier wird sie am 10. Oktober um 18 Uhr feierlich im Spiegelsaal des Standesamtes Wismar eröffnet.

Die Ausstellung „Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht“ ist bis Dezember 2014 zu sehen.

Ausstellungsort für beide Ausstellungen ist die VHS Lübeck, Hüxstraße 118-120.
Die Ausstellungen sind während der Öffnungszeiten der Geschäftsstelle der VHS Lübeck zu sehen.
Öffnungszeiten: Mo + Di 8:30 Uhr bis 14 Uhr; Do 8:30 Uhr bis 18 Uhr; Fr 8:30 Uhr bis 12 Uhr.

Lübeck, den 24.09.2014

Frauenbüro der Hansestadt Lübeck,
Verwaltungszentrum Mühlentor
Sophienstraße 2-8
23560 Lübeck
Tel: 0451/122-1615
E-Mail: frauenbuero@luebeck.de