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Ausstellung „Mut gegen Gewalt“ eröffnet – Wochen gegen Gewalt starten

„Mut gegen Gewalt“ ist der Titel der Ausstellung, die gestern im Lübecker DGB-Haus eröffnet wurde. Die Ausstellung ist Teil und Startschuss für die Aktionswochen rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Kindern in Lübeck. "Das sind tolle Fotos und Botschaften, die unter die Haut gehen", lobte Sozialsenator Sven Schindler die Ausstellung. Mut gegen Gewalt brauche nicht nur jeder einzelne, sondern auch die gesamte Gesellschaft, so der Sozialsenator.

Lübecks Gleichstellungsbeauftrage Elke Sasse hat die Ausstellung von ihrer Kollegin Petra Steffan aus der Partnerstadt Wismar ausgeliehen, wo sie 2012 entstand und auch erstmals gezeigt wurde. „Die Ausstellung soll, wie die Aktionswochen gegen Gewalt, betroffenen Frauen, aber auch anderen LübeckerInnen Mut machen, Gewalt nicht länger hinzunehmen. Die Frauenprojekte informieren in dieser Zeit verstärkt über Hilfs-Angebote in Lübeck“, erläuterte Sasse. Kritisch erinnerte die Gleichstellungsbeauftragte an die Schließung eines der beiden Frauenhäuser in Lübeck Ende 2011 und die Wiedereröffnung im Januar 2013 mit nur 15 statt wie zuvor 40 Plätzen. „Beide Frauenhäuser sind nach wie vor an der Belastungsgrenze – für die Bewohnerinnen und ihre Kinder, aber auch für die Mitarbeiterinnen“, so Sasse „deshalb brauchen wir für Lübeck wieder mehr Frauenhaus-Plätze“.

Andreas Sankewitz, Regionsgeschäftsführer des DGB Schleswig-Holstein Südost, freute sich, dass die Ausstellung im DGB-Haus zu sehen ist. "In meiner Zeit als junger Polizist war das Thema häusliche Gewalt sehr präsent", erinnerte sich Sankewitz an die 80’er Jahre. Damals habe ein Einsatz der Polizei die Gewalt jedoch oft eher verschärft. Heute dagegen könnten Polizistinnen und Polizisten gewaltbetroffenen Frauen und Kindern durch veränderte Regelungen und Schulungen wesentlich besser unterstützen. Sankewitz erinnerte ebenfallsan die zeitweilige Schließung des AWO-Frauenhauses in Lübeck. "Diese Arbeit ist dringend notwendig. Häusliche Gewalt ist ein öffentliches Thema, kein privates", so der Gewerkschafts- Chef.

„Das Thema Gewalt ist immer noch mit einem Tabu belegt, deshalb ist es so wichtig, mit Ausstellungen wie dieser immer wieder für das Thema zu sensibilisieren“, ergänzte Petra Steffan, Gleichstellungsbeauftragte aus Wismar.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Dezember 2013 montags bis donnerstags von 8-20 Uhr und freitags von 8 -18 Uhr im DGB-Haus, Holstentorplatz 1-5, Lübeck, zu besichtigen. Ermöglicht wurde dies durch eine Kooperation des Frauenbüros der Hansestadt Lübeck mit dem DGB Region Schleswig-Holstein Süd-Ost.

Das Programm der Aktionswochen gegen Gewalt ist unter:Frauenbüro Lübeck (Veranstaltungen)zu finden

Lübeck, 20.11.2013

Frauenbüro der Hansestadt Lübeck,
Sophienstraße 2-8
23560 Lübeck
Tel: 0451/122-1615
Fax: 0451/122-1620
E-Mail:frauenbuero@luebeck.de