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Jungenarbeit knackt Rollenstereotype
Fachveranstaltung am 6. Mai stieß auf großes Interesse

Welchen Beitrag kann Jungenarbeit zu einem neuen Rollenverständnis und zum Aufbrechen von Geschlechterklischees leisten? Damit beschäftigte sich am 6. Mai 2013 eine Fachveranstaltung, zu der das Frauenbüro gemeinsam mit den Arbeitskreisen „Männer für Jungs“ und „Frauen unterstützen Mädchen“ eingeladen hatten.
Fast 50 ExpertInnen, Frauen wie Männer, LehrerInnen ebenso wie SozialpädagogInnen und ErzieherInnen, setzten sich damit auseinander, mit welchen Methoden Jungen- und Mädchenarbeit im Sinne der gemeinsamem Zielstellung von mehr Geschlechtergerechtigkeit ganz praktisch erreichbar ist.
Zwei fachliche Inputs standen am Anfang der Veranstaltung:

Danach machten praktische Beispiele die Theorie fassbar.

Referentin Claudia Wallner

Referentin Claudia Wallner

„Bei der Arbeit mit Jungen und Mädchen müssen wir uns immer fragen, welches Rollenbild wir selbst haben – und dadurch automatisch vermitteln – und wie wir aktiv dazu beitragen können, klassische Rollenzuweisungen an Jungen und Mädchen aufzuweichen“, so Torger Bünemann vom AK „Männer für Jungs“.
Erst wenn ‚weil ich ein Mädchen bin’, ‚weil ich ein Junge bin’ nicht automatisch für z.B. den Umgang mit Konflikten oder die Berufswahl mehr gelten, können die Frauen und Männer von morgen flexibler ihr Leben gestalten und Geschlechtergerechtigkeit wird alltäglicher“, ergänzt Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Lübeck.

Zielsetzung der gemeinsamen Veranstaltung war einerseits, für die praktische Arbeit mit den Jugendlichen beiderlei Geschlechts neue Arbeitsansätze und –ideen aufzuzeigen.
Wichtig ist den VeranstalterInnen aber auch, deutlich zu machen: Wir brauchen Mädchenarbeit! Wir brauchen Jungenarbeit! Wir brauchen beides gleichermaßen und es bedingt sich gegenseitig.

Methodenarbeit

Methodenarbeit

„Mit weniger festgelegten Rollenbildern geht es Männern besser und geht es Frauen besser, deshalb kann Geschlechtergerechtigkeit nur gemeinsam vorangehen“ resümierte ein Teilnehmer am Ende der Veranstaltung und wünschte sich, wie viele andere Gäste, weitere solche Fachtage.
Mit den Arbeitskreisen „FuM“ (Frauen unterstützen Mädchen) und „Männer für Jungs“ soll weiter gemeinsam daran gearbeitet werden, sagt Elke Sasse vom Frauenbüro zu.

Lübeck, 06.05.2013

Frauenbüro der Hansestadt Lübeck,
Sophienstraße 2-8
23560 Lübeck
Tel: 0451/122-1615
Fax: 0451/122-1620
E-Mail:frauenbuero@luebeck.de