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Pressemitteilung der Gleichstellungsbeauftragten der Hansestadt Lübeck zum Equal Pay Day am 26. März 2010

„Frauen müssen in Deutschland rund drei Monate länger arbeiten, genauer gesagt bis zum 26. März, um auf dasselbe Gehalt zu kommen, das ihre männlichen Kollegen im Vorjahr verdienten“, so Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Lübeck.

Um auf die Unterschiede bei der Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam zu machen, hat das Netzwerk berufstätiger Frauen „Business and Professional Women“ (BPW) 2008 den ersten Tag der Entgeltgleichheit, den sog. Equal Pay Day, in Deutschland initiiert.

Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutschen Frauenrat (DF) und der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) unterstützen die Aktion bundesweit.

„Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Entgeltdifferenz bis 2015 auf 10% zu verringern, allerdings hat sich der Einkommensunterschied von 23% in den letzten Jahren nicht verringert. Dies macht deutlich, dass Frauen in Deutschland im Berufsleben noch immer von fairen Chancen weit entfernt sind.“, so Elke Sasse.
Notwendig sei es, die Qualifikationen und Potenziale von Frauen im Erwerbssystem besser zu nutzen. Denn hervorragend ausgebildete Frauen stoßen noch immer auf Arbeits-, Einkommens- und Steuersysteme, die vielfach an überkommenen Lebensstilen ausgerichtet sind und ihre gleichberechtigte Teilhabe an Wirtschaft und Gesellschaft behindern.
Der Einkommensunterschied von aktuell 23% zwischen Frauen und Männern sei der skandalöse Hinweis auf mittelbare und unmittelbare (Entgelt-) Diskriminierung und verweise Deutschland im europäischen Vergleich auf einen der hinteren Ränge.

Verstärkt werde diese Ungleichheit der Geschlechterverhältnisse durch die zunehmende Deregulierung des Arbeitsmarktes und eine wachsende Armut besonders von Kindern und Alleinerziehenden. Zu den notwendigen Rahmenbedingungen für eine existenzsichernde Erwerbsarbeit für Frauen wie Männer nennt Elke Sasse neben ausreichender öffentlicher Kinderbetreuung den gesetzlichen Mindestlohn sowie die Entgeltgleichheit von Frauen und Männern.

Vor Ort könnten u.a. folgende Maßnahmen zu mehr Entgeltgleichheit beitragen, so die Lübecker Gleichstellungsbeauftragte:

Weitere Informationen zum Thema erhalten Interessierte unter www.equalpayday.de