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Veranstaltungshinweise des Frauenbüros

Equal Pay Day

Der Termin des 20. März markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen.

Tasche Frauenbüro

Bundesweit gibt es ein breites Aktionsbündnis aus Wirtschaftsverbänden und Frauenorganisationen**, um gemeinsam den Abbau von Lohnunterschieden zwischen Frauen und Männern voran zu bringen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert ebenfalls die Durchführung des „Equal Pay Days“.

In Lübeck machen Frauenbüro und DGB, unterstützt vom BPW, Gruppe Lübeck, auf die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern aufmerksam, die seit Jahren nahezu unverändert bei 23 Prozent liegen. Deutschland bildet damit eines der Schlusslichter in der Europäischen Union, in der Frauen nach den jüngsten Statistiken 17% weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.

Der Lübecker Infostand informiert am kommenden Freitag zwischen 11 und 15 Uhr die Lübeckerinnen und Lübecker und ermuntert mit dem Satz „Da ist mehr für Sie drin!“, die Gehaltsunterschiede nicht länger hinzunehmen.

„Lohnunterschiede sind auf eine Vielzahl von Ursachen zurückzuführen“, erläutert Elke Sasse vom Lübecker Frauenbüro. Wesentlich sei hierfür:

Gleichstellungsbeauftragte Elke Sasse spricht eine weitere soziale und wirtschaftliche Folge des Lohngefälles an: „Entgeltungleichheit ist einer der wesentlichen Gründe für vermehrte Altersarmut von Frauen. Diese abzubauen und möglichst zu verhindern, fordert zum einen der grundgesetzliche Gleichstellungsauftrag, zum anderen aber auch der kommunale Haushalt.“

Hintergrund zum Equal Pay Day:

2008 wurde der Equal Pay Day, der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen auf Initiative des BPW Germany erstmals in Deutschland durchgeführt. Entstanden ist der „Tag für gleiche Bezahlung“ in den USA. Initiatorinnen waren die amerikanischen Business and Professional Women (BPW/USA), die 1988 die „Red Purse Campaign“ ins Leben riefen, um auf die bestehenden Lohnunterschiede hinzuweisen.

Diesen Gedanken griff der BWP Germany 2007 zur Halbzeit des Europäischen Jahres der Chancengleichheit auf und startete die Initiative Rote Tasche, aus der heraus die Idee für die bundesweite Einführung des Equal Pay Day entstanden ist. Die roten Taschen stehen für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen.

Bei der deutschen Premiere des Equal Pay Day 2009 nahmen bundesweit 6.000 Frauen und Männer an rund 40 Aktionen und Veranstaltungen in 25 Städten teil. Auch in deutschen und ausländischen Medien fand das Thema große Beachtung: innerhalb von zwei Monaten um den Aktionstag erschienen über 1000 Beiträge in einer Gesamtauflage von 24 Millionen Zeitungen und Zeitschriften.

Daten, Fakten , Verhandlungstipps und umfangreiches Recherchematerial zu Entgeltgleichheit und zum Equal Pay Day unter www.equalpayday.de

Weitere Informationen dazu auch unter folgenden Links:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Statistischen Bundesamt