Metanavigation / Stadtporträt deu
Datum
Samstag, 21.07.2018
Temperatur
27°C

Hauptnavigation

Schnellnavigation / Service

Schnellsuche

Anzeige

 

Service

Pressemitteilungen des Lübecker Frauenbüros

Überraschende Einblicke: Ausstellung "Frauen in der Lübecker Geschichte" im Burgkloster

Am 8. März, dem internationalen Frauentag, wird im Kulturforum Burgkloster die vom Lübecker Frauenbüro initiierte Ausstellung "Frauen in der Lübecker Geschichte" eröffnet. Was haben bekannte und vergessene Lübeckerinnen in ihrer wechselvollen Geschichte erlebt und bewegt? Die Ausstellung im Kulturforum Burgkloster gibt überraschende Einblicke. Auf 28 Tafeln zeigt sie das Leben und Wirken von Lübecker Frauen, erweitert um Schriftstücke, Gemälde oder andere Gegenstände aus dem Leben der Frauen. Von den religiösen Beginen im Mittelalter bis zur aufsehenerregenden Sängerin in den 20er Jahren, von der Dienstmagd im bürgerlichen Haushalt bis zur extravaganten Malerin, engagierten Ärztin und einflußreichen Politikerin - die Ausstellung spannt einen Bogen von den Anfängen der Stadt bis zur heutigen Zeit. Einzelne Frauenporträts bilden dabei eine Kette durch die Jahrhunderte und durch unterschiedlichen Berufe, Wirkungsstätten und soziale Schichten. Die Ausstellung stellt dabei nicht nur die Bedeutung einzelner Frauen für Lübeck in den Mittelpunkt, sondern wirft einen Gesamtblick auf die Rolle der Frauen in der Geschichte der Stadt.

"Unsere Intention war es, mit der Ausstellung einen Querschnitt darzustellen - durch die Jahrhunderte, durch die sozialen Schichten, durch die unterschiedlichen Berufe und Aktivitäten von Lübecker Frauen", so Elke Sasse, Frauenbeauftragte der Hansestadt Lübeck. "Denn leider ist die Bedeutung von Frauen für die Lübecker Geschichte zu wenig im öffentlichen Bewußtsein." Auch Schirmfrau Bischöfin Wartenberg-Potter nennt ein ähnliches Motiv für ihr Engagement für die Ausstellung: "Erinnerungskultur ist in Deutschland noch immer männlich! Damit dies nicht so bleibt, ist es aller Mühe wert, Frauengeschichte sichtbar zu machen." Kultursenatorin Annette Borns erhofft sich durch die Ausstellung Anstöße und Bewegung: "Ich hoffe sehr, dass alle Angesprochenen nicht in der Betrachtung der Vergangenheit verharren, sondern aus dieser Präsentation Wirkung für die Zukunft entstehen kann, denn diese Zukunft wird bald schon wieder Geschichte sein."

Die Ausstellung basiert auf drei konzeptionellen Säulen:

  1. Sie ist als Wanderausstellung konzipiert. Insbesondere die Lübecker Schulen sind eingeladen, die Ausstellung nicht nur zu besuchen, sondern sie auch in ihrer Schule auszustellen und Frauengeschichte gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern lebendig zu machen.

  2. Die Ausstellung soll wachsen: sie ist so angelegt, dass sie erweitert werden kann um weitere Ausstellungstafeln, d.h. um weitere Frauen, die in Lübeck lebten und handelten. Sollten die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung Frauen vermissen, die sich ebenfalls in der Lübecker Geschichte verdient gemacht haben, sind sie eingeladen, gemeinsam mit dem Frauenbüro die Ausstellung zu erweitern und zu vervollständigen. Gerade die Idee der "wachsenden Ausstellung" wird als hervorzuhebender Baustein auch für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2010 betont.

  3. Patenschaften: jede der 28 Tafeln hat mindestens eine Patin -d.h. Lübeckerinnen von heute unterstützen mit ihren Patenschaften die Ausstellung finanziell. Hierdurch wird ebenfalls deutlich, wie wichtig es auch den Lübeckerinnen ist, die Frauen in der Lübecker Geschichte deutlicher hervorzuheben.

Weitere finanzielle Unterstützung erhielt die Ausstellung vom Deutschen Verband Frau und Kultur, Gruppe Lübeck, von der Lübecker Gruppe des Deutschen Akademikerinnenbundes und dem Frauenkommunikationszentrum Aranat e.V.

Die Ausstellung wird am Dienstag, 8. März 2005 um 19.30 Uhr eröffnet und kann bis zum 8. Mai besichtigt werden. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt zwei beziehungsweise einen Euro. Die Eintrittskarte zur Eröffnung berechtigt zu einem weiteren Besuch der Ausstellung.

Zur Ausstellung gibt es eine Broschüre, die gegen eine Schutzgebühr von Euro 3,- im Kulturforum Burgkloster, im Frauenbüro, in der Stadtbibliothek und in der Tourist-Information (Holstentorplatz) erworben werden kann.

Begleitet wird die Ausstellung von zahlreichen Veranstaltungen:

Lübeck, 07. März 2005