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Veranstaltungshinweise des Frauenbüros

Impulsveranstaltung "Maßnahmen für Alleinerziehende - unterstützend und nachhaltig!"

Unter dem Titel "Maßnahmen für Alleinerziehende - unterstützend und nachhaltig!" fand am Mittwoch, den 10.11.2010 im Lübecker Rathaus eine Impulsveranstaltung statt. Veranstalterinnen waren das Frauenbüro der Hansestadt Lübeck und der VAMV, der Verband alleinerziehender Mütter und Väter in Schleswig-Holstein. Eingeladen war Fachpublikum: MitarbeiterInnen der ARGEN, der Beratungsstellen, der Bildungsträger und kommunale Gleichstellungsbeauftragte aus den Regionen Lübeck, Ostholstein, Stormarn und dem Herzogtum Lauenburg.

Flyer zur Veranstaltung siehe hier.

Impulsveranstaltung Maßnahmen für Alleinerziehende - unterstützend und nachhaltig!

Rund 70 MitarbeiterInnen von Beratungsstellen, Jobcentern sowie eine Reihe kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragter aus Lübeck und den umliegenden Kreisen tauschten zu dieser Fragestellung ihre Erfahrungen aus.Rahmenbedingungen für nachhaltige Unterstützung wurden diskutiert, bestehende Maßnahmen für Alleinerziehende auf ihre Effektivität überprüft und unter der Überschrift "Ja, so kann's gehen" drei gelungene Beispiele aus Lübeck, Lauenburg und Kiel vorgestellt.
"In Lübeck ist fast jede zweite (43,3%) Alleinerziehende auf Arbeitslosengeld II angewiesen", so Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Lübeck. "Im Dezember 2009 gab es in Lübeck 2809 Bedarfsgemeinschaften, in denen Alleinerziehende mit ihren Kindern lebten, das war fast jede fünfte (17,35%) Bedarfsgemeinschaft. Und die Zahl der alleinerziehenden Haushalte steigt. Vor fünf Jahren gab es rund 5000 Haushalte von Alleinerziehenden in Lübeck, Ende 2009 waren es schon rund 6500. Rund 90 % dieser Alleinerziehenden sind Frauen.
Nicht nur Gleichstellungsbeauftragte, sondern auch die Job Center, die Kommunen und die ArbeitgeberInnen müssen sich endlich damit beschäftigen, wie es Alleinerziehenden ermöglicht werden soll, Familie und Beruf besser zu vereinbaren."
"Alleinerziehende sind nicht alle gleich. Aber viele, das belegen zahlreiche Untersuchungen, haben eine hohe Erwerbsmotivation " ergänzt Margot Eidtmann, Leiterin der Beratungsstelle des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) in Schleswig-Holstein und Initiatorin der Veranstaltung. "Manche haben eine sehr gute Qualifikation, brauchen aber eine flexiblere Kinderbetreuung oder familienfreundlichere Arbeitszeiten. Andere brauchen zuerst einmal überhaupt eine nachhaltige Qualifikation, d.h. einen Schul- oder Berufsabschluss. Oder sie müssen auch erst einmal mit den Folgen von belastenden Trennungen und Gewalterfahrungen fertig werden. Bei aller Unterschiedlichkeit brauchen alle Alleinerziehenden, die mit ihren Kindern im ALG-II-Bezug sind, eine verlässliche, ausbaufähige und vor allem kostenlose Kinderbetreuung."
Als Fazit dieser Veranstaltung waren sich die Expertinnen und Experten einig:
Alleinerziehende im SGB II brauchen

Sollten die von der Bundesregierung ab 1. Januar 2011 geplanten Kürzungen in Kraft treten, so ist mit einem harten Einschnitt auch für die Mittel von Maßnahmen in den Jobcentern zu rechnen.
Das einzig Positive daran sei vielleicht, so die Veranstalterinnen, das es alle AkteurInnen und Akteure zwinge, die bisherige Entwicklung und Angebotsstruktur für Alleinerziehende im SGB II kritisch zu überprüfen und notwendige Veränderungen im Sinne effektiver unterstützender und nachhaltiger Maßnahmen vorzunehmen.

Vorträge der Impulsveranstaltung

Die verschriftlichten Vorträge der Impulsveranstaltung und die Ergebnisse der Arbeitsphasen finden Sie hier:

Einführung M Eidtmann
Projekt HELENA Lauenburg
Projekt AUFBRUCH
Ergebnisse der Arbeitsphasen