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Das Frauenbüro der Hansestadt Lübeck

Kindertagesbetreuung - eine Investition, die sich rechnet!

Dokumente und Bausteine der Tagung "Volkswirtschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Nutzen von Kinderbetreuung"
8.10.2002, Rathaus Lübeck

Veranstalterinnen:
Die Frauenbüros der Hansestadt Lübeck, der Universität zu Lübeck und der Fachhochschule Lübeck

Finanziell unterstützt vom Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie des Landes Schleswig-Holstein

Mit Kindern zu leben, bedeutet auch heute noch für viele Frauen, auf ihren Beruf zu verzichten, zumindest phasenweise. Das ist so, obwohl die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie seit vielen Jahren als politisches Ziel ausgegeben wird. Eine zentrale Voraussetzung für die Erwerbstätigkeit von Müttern stellt nach wie vor das örtliche Angebot an Kindertageseinrichtungen dar. Sie brauchen für ihre Kinder allerdings nicht nur einen Betreuungsplatz, sondern einen, der zu den Arbeitszeiten von Müttern und Vätern passt. Mehr Ganztagsplätze und Betreuungszeiten außerhalb des gängigen Vormittags, werden dafür dringend benötigt, auch für Kinder, die jünger als drei und älter als sechs Jahre sind.

In einer Studie macht die Bundesregierung darauf aufmerksam, dass der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz zu einer Erweiterung der Plätze um fast 25% geführt hat, allerdings zumeist als Halbtagsplätze. Dagegen ist die Versorgung mit Krippen- und Hortplätzen in den letzten 10 Jahren trotz steigendem Bedarf nur geringfügig gewachsen. In einem Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wird dargestellt, dass die bedarfsgerechte Versorgung mit Kinderbetreuung in Deutschland vergleichsweise schlecht ist: Nur für 7% der Kinder unter drei Jahren gibt es Krippenplätze und lediglich 13% aller Sechs- bis Zehnjährigen können in Horten untergebracht werden.

Kinderbetreuung wird in der Regel als staatliche und vor allen Dingen als kostenintensive Aufgabe angesehen. Sichtweisen, die einen hohen Qualitätsstandard in der Kinderbetreuung als wichtige Voraussetzung für einen attraktiven Wirtschaftsstandort beschreiben, sind bisher nur wenig geläufig. Die Lübecker Tagung fasste Wissen und Argumente zum volks- und betriebswirtschaftlichen Nutzen von Kinderbetreuung zusammen. Referentinnen aus dem Bundesgebiet und der Schweiz stellten Untersuchungsergebnisse vor, die insgesamt deutlich machten, daß sich gute und bedarfsgerechte Kinderbetreuung durchaus wirtschaftlich rechnet.

Ein Teil der Vorträge, Folien und weitere Literaturangaben kann aus dem Programm heruntergeladen werden.

Programm der Tagung:

Eröffnung durch die Veranstalterinnen (Vortrag als PDF-Datei)
Gisela Heinrich, Frauenbüro der Hansestadt Lübeck

Begrüßung durch den Bürgermeister der Hansestadt Lübeck
Bernd Saxe

Grußwort der Ministerin für Justiz, Frauen, Jugend und Familie (Vortrag als PDF-Datei)
Anne Lütkes

Volkswirtschaftlicher Nutzen von Kindertagesstätten am Beispiel der Stadt Zürich (Vortrag als PDF-Datei)
Dr. Karin Müller-Kucera, Service de la recherche en éducation, Genf

Familienfreundliche Unternehmen - ein Modell mit Zukunft
Elena de Graat, Work & Life, Forschung - Beratung - Organisation, Bonn

Finanzierungs- und Organisationsmodelle für institutionelle Kinderbetreuung
Dr. C. Katharina Spieß, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin

Betriebliche Kinderbetreuung bei der Firma Dräger (Vortrag als PDF-Datei)
Carola Mentrup, Dräger AG, Lübeck

Verbundmodell für flexible Kinderbetreuung - Beispiel Hochschulstadtteil Lübeck (Vortrag als PDF-Datei)
Margret Wulf-Wichmann, Hochschulstadtteil Entwicklungsgesellschaft, Lübeck

Joachim Lipfert, CVJM, Lübeck (Vortrag als PDF-Datei)


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