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Clostridium difficile

Der Bereich Gesundheitsamt informiert über Hygienemaßnahmen bei Patienten mit Durchfällen aufgrund von Toxin bildendem Clostridium difficile.

Erreger:
Clostridium difficile ist ein Sporen bildendes grampositives Stäbchen (Bakterium) mit hoher Umweltresistenz. Der Erreger von Durchfallerkrankungen kommt in der Erde, im Wasser oder im Darm von Menschen und Tieren vor. 3% der Normalbevölkerung und 20-40% der Krankenhauspatienten tragen diesen Keim an/in sich. Ein neuer Erregertyp (Ribotyp O27) führt zu schweren Krankheitsbildern und ist vereinzelt auch in Deutschland zugewiesen worden.

Übertragungswege:
Der Erreger wird über den Stuhl des Menschen ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt als Kontaktübertragung von Mensch zu Mensch bzw. fäkal – oral.

Infektionsquelle:
Die Infektiosität ist sehr hoch, die minimale Infektionsdosis sehr gering. Die größte Rolle spielt die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch. Hände des Personals !!! Ebenso kann es durch den Kontakt mit kontaminierten Gegenständen (Sporen) zur Übertragung kommen; die Sporen sind sehr resistent gegen Umwelteinflüsse und auf Flächen oder Gegenständen lange überlebensfähig; bei Aufnahme von Sporen verwandeln sich diese in den infektiösen Keim. Personen mit akuter Erkrankung sind ansteckungsfähig; die besonderen hygienischen Maßnahmen (s. u.) insbesondere die Händedesinfektion, werden über 2 Wochen nach Ende der Erkrankung fortgeführt; die Rezidivrate (Wiederauftreten der Erkrankung) ist trotz sachgerechter Therapie hoch (30%).

Krankheitsbild:
Anhaltende Durchfälle mit Elektrolytentgleisung und Gewichtsabnahme. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, die eine Behandlung mit Antibiotika bekommen, Patienten, die im selben Zimmer untergebracht sind wie ein Patient mit manifester Infektion mit dem Erreger und Patienten, die eine Sondenernährung bekommen.

Verhinderung der Infektion und Hygienemaßnahmen

Hausarzt und Diagnostik:
Toxinnachweis im Stuhl, sehr labiles Toxin; Stuhl möglichst gekühlt und frisch in das Labor Bei Ausbrüchen Erregeranzucht mit Antibiogramm und anschließender Typisierung.

Ambulanter Pflegedienst:
siehe Verhinderung der Infektion und Hygienemaßnahmen

Meldepflicht:
Gemäß § 6 Abs. 3. Infektionsschutzgesetz besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht für gehäuftes Auftreten von nosokominalen Infektionen. Gemäß § 6 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz sind Infektionen mit Clostridium difficile und schwerem Verlauf namentlich meldepflichtig.

Das Merkblatt als PDF-Download: Clostridium difficile

Informationen:

Gesundheitsamt Lübeck
Infektionsschutz
Sophienstraße 2-8
23560 Lübeck

Sprechstundenzeiten:
Montag und Dienstag 8.00 - 14.00 Uhr
Mittwoch 08:00 - 12:00 Uhr
Donnerstag 8.00 - 18.00 Uhr
Freitag 8.00 - 12.00 Uhr
und nach Vereinbarung

1. Stock, Zimmer Nr. 1.85, 1.87, 1.88
Telefon: 0451/122 53 65, -66, -67, -68
E-Mail: Infektionsschutz@luebeck.de
Internet: Hygiene und Gesundheit

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