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Vom
Bauspielplatz zum Geschichtserlebnisraum
090494LK 2009-07-28
Ausstellung in der Stadtbibliothek dokumentiert zehn Jahre Bauspielplatz Roter Hahn
Der Bauspielplatz Roter Hahn in Kücknitz feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass zeigt die Stadtbibliothek Lübeck, Hundestraße 5-17, vom 3. bis 20. August 2009 die Ausstellung „ Vom Pfostenloch zum Hausmodell – 10 Jahre Bauspielplatz Roter Hahn e. V.“. Neben der täglichen Arbeit informiert die Schau über die im Laufe der Jahre rekonstruierten historischen Bauten in Modellform. Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer wird die Ausstellung am Dienstag, 4. August 2009, um 16 Uhr offiziell eröffnen.
Im Laufe seines zehnjährigen Bestehens hat sich Bauspielplatz Roter Hahn zu einem bundesweit einmaligen Geschichtserlebnisraum entwickelt. Leitthemen dieser besonderen sozialen Arbeit sind unter anderem die tiergestützte Pädagogik sowie die Rekonstruktion (früh-)mittelalterlicher Gebäude. In Zusammenarbeit mit AGIL, Büro für angewandte Archäologie, und dem Archäologischen Institut der Universität Hamburg werden mit Kindern und Jugendlichen des täglichen, offenen Bereichs des Bauspielplatzes aber auch mit Kindergartengruppen oder (Berufs-)Schulklassen Rekonstruktionsbauten erstellt. Bislang sind verschiedene Gebäude wie ein slawisches Blockhaus, ein Grubenhaus, eine Schmiede, Gärten und ein wikingerzeitliches Langhaus entstanden. Bis zum Jahre 2014 soll eine mittelalterliche Klosteranlage entstehen.
Erst im vergangenem Jahr wurde die historische Wandstabkirche St. Nikolai von Lübecks letzter amtierenden Bischöfin, Bärbel Wartenberg-Potter, offiziell in den Dienst gestellt. St. Nikolai ist nach einem norwegischen Vorbild aus dem Jahre 1169 errichtet worden. Noch in diesem Jahr soll im Rahmen des zweiten Bauabschnittes eine so genannte „Zehntscheune“, welches im Mittelalter ein Lagerhaus zum Aufbewahren der Naturalsteuer Zehnt war, errichtet werden.
Die Sonderausstellung im Foyer der Stadtbibliothek kann während der Öffnungszeiten montags bis freitags 10 bis 19 Uhr und sonnabends von 9 bis 13 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei. +++