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Der Niedergang der Flenderwerft als Fotoausstellung
080024LK 2008-01-10


Geschichtswerkstatt Herrenwyk: Rainer Wiedemann erläutert am Sonntag seine Arbeit

Am kommenden Sonntag, 13. Januar 2008, führt Rainer Wiedemann um 11.30 Uhr in der Geschichtswerkstatt Herrenwyk durch seine Ausstellung „Der lange Abschied – Das Ende und Ausschlachten der Flender Werft“. Der Kunsterzieher und Fotokünstler wird detailliert über seine Arbeit uns seine Intentionen sprechen.

Lange hat Wiedemann den Abbau der Industrie in Herrenwyk fotodokumentarisch begleitet. In der Ausstellung zeigt er seine besten Fotografien, die von der Faszination der zunächst noch funktionierenden Anlagen entlang der Trave zeugen: die vielen Türme der Hochöfen und der Kokerei, Schiffsmasten, Krane und riesige Hallen auf dem Werftgelände. Seine Farbbilder und Schwarz-Weiß–Aufnahmen dokumentieren das langsame Verschwinden der Werft, vom beginnenden Abbau der großen Drehbänke bis zum Abtransport der letzten Krane.

Für alle, die schon immer mal wissen wollten wie ein Schiff auf der Flender Werft gebaut wurde oder wie es bei einem Stapellauf zuging, zeigt das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk zudem am Dienstag, den 22. Januar um 19.30 Uhr, Videoaufnahmen, die ehemalige Mitarbeiter der Flender Werft über ihre Arbeit gedreht haben. Die Aufnahmen vermitteln ein gutes Bild des Schiffbaus auf Lübecks letzter Eisenschiffswerft, von der Schwere der Arbeit, aber auch vom Stolz der Flenderaner auf ihre Produkte. Wenn ein Schiff vom Stapel lief, waren das jedes Mal besondere Tage, nicht nur für den Reeder, sondern auch für die Mitarbeiter der Werft.

Adresse: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, Lübeck-Kücknitz. Eintritt: 2,50 (ermäßigt 1,50) Euro +++


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