Digitales Pressedienstarchiv
Lübecker
Museen: Neues Erscheinungsbild und neue Preise
070233RK 2007-03-30
In dem neuen Corporate Design der Lübecker Museen erscheint zum 1. April erstmalig das gemeinsame Monatsprogramm aller Häuser. Gut ein Jahr nach dem Zusammenschluss zum Museumsverbund wird nun eine prägnante Übersicht vorgelegt, die alle Veranstaltungen, Führungen und Informationen zu den laufenden Sonderausstellungen der elf Lübecker Museen sowie des TheaterFigurenMuseums vereint. Interessierte finden hier alles auf einen Blick, jeden Monat aktuell. Professor Dr. Hans Wißkirchen, Geschäftsführender Direktor der Lübecker Museen, betonte bei der Vorstellung den Service-Gedanken, der dem Programm zugrunde liegt: „Erstmals erfahren Besucher verlässlich aus erster Hand, was Tag für Tag in den Museen angeboten wird. Sichtbar wird hier auch die Fülle unserer kulturellen Angebote: Allein für den Monat April stehen 64 öffentliche Termine auf dem Programm, zehn aktuelle Sonderausstellungen werden in Text und Bild vorgestellt. Die ansprechende Gestaltung soll Lust machen auf viele spannende Museumsbesuche.“
Das kostenlose Programm in einer Auflage von 30.000 Stück wird fortan für die Gesamtzeit des jeweiligen Monats in rund 670 relevanten Einrichtungen im Lübecker Stadtgebiet und dem Umland ausliegen. Dazu gehören nicht nur die von Touristen häufig frequentierten Hotels, das Welcome Center der Lübeck Travemünde Tourist Service GmbH oder die Touristinfo des Verkehrsvereins am Bahnhof. Man findet es auch in einem dichten Netz von Einrichtungen, die für jeden Bürger leicht erreichbar sind: Cafés, Restaurants, verschiedene kulturelle Einrichtungen und natürlich alle Lübecker Museen. Und auch über Lübeck hinaus sind die Museen präsent: Das Programm wird in den Orten der Lübecker Bucht, in Kiel, Schwerin, im Herzogtum Lauenburg und Ostholstein sowie sämtlichen Tourist-Informationen im Land greifbar sein.
Das Corporate Design wurde vom Studio Andreas Heller, Hamburg, in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung, dem Marketing und den Museumsleiterinnen und Museumsleitern entwickelt. Neben dem Monatsprogramm werden künftig sämtliche Plakate, Einladungen, Flyer zu den Sonderausstellungen, Übersichts- und Preistafeln, andere Informationsmedien für die Besucher, mehrere Merchandising-Artikel sowie die Eintrittskarten und alle übrigen Drucksachen der Lübecker Museen im gemeinsamen Corporate Design gestaltet sein und durch seine unverwechselbaren Elemente gekennzeichnet. So ist mit dem gemeinsamen Corporate Design eine wichtige Voraussetzung für die Bündelung der Kräfte im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Programmkommunikation geschaffen.
Den Verbund symbolisiert fortan ein gemeinsames Logo: Eine perspektivisch komplexe Figur, unterstützt durch den Schriftzug „die LÜBECKER MUSEEN“. In dieser perspektivenreichen Form spiegelt sich die Vielschichtigkeit der Lübecker Museumslandschaft wider: Aus der Vielheit der Museen hergeleitet, visualisiert das Logo als Wiedererkennungszeichen den Zusammenhalt. Ausgangspunkt ist die Museumslandschaft auf der Altstadtinsel – das Logo kann als abstrahierende Silhouette dieser Museumslandschaft in diesem räumlichen Zusammenhang gelesen werden.
Jedes der Lübecker Museen besitzt zusätzlich zu dem Verbundlogo ein eigenes Logo: Aus der gemeinschaftlichen Form tritt jedes Haus individuell hervor und wird vor dem Hintergrund der Museumslandschaft abgebildet. Gestärkt wird damit der Verbund als Dachmarke, die ein facettenreiches Gesamtprofil – die verschiedenen Museen eingebettet in das Weltkulturerbe – als Lübecker Alleinstellungsmerkmal, vertritt. Zugleich wird bei den Einzellogos das Profil des jeweiligen Museums durch die Herausstellung eines signifikanten, meist architektonischen Merkmals herausgestellt. Die Identität des einzelnen Museums wird somit im Zusammenhang mit dem Gemeinschaftsgedanken dargestellt.
Ebenfalls zum 1. April ändern die Lübecker Museen ihre Preisstruktur. Es gelten dann übersichtliche Tarife mit zahlreichen Vergünstigungen und neuen Kombinationsmöglichkeiten. Für alle Museen mit Ausnahme der Katharinenkirche, des Industriemuseums Geschichtswerkstatt Herrenwyk und des TheaterFigurenMuseums gilt ein Grundeintrittspreis von fünf, ermäßigt 2,50 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen mit Ausnahme des Buddenbrookhauses und des Günter Grass-Hauses zwei Euro, im Klassenverband einen Euro. Für das Museum für Natur und Umwelt treten diese Preise erst mit Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Spätherbst in Kraft.
Neu ist die Familienkarte, mit der ein Erwachsener gemeinsam mit Kindern für sechs Euro ein Museum besuchen kann. Mit der Einführung dieser Karte tragen die Museen der Tatsache Rechnung, dass etwa ein Drittel ihrer Gäste die Ausstellungen mit Kindern besucht. Bestehen bleibt die Familienkarte, die für zwei Erwachsene mit Kindern gilt, sie kostet neun Euro.
Der Verbund bietet den Besuchern handfeste Vorteile. Die Museen unterbreiten erstmalig attraktive Angebote für Mehrfachbesuche, da viele Gäste diese sogar am selben Tag unternehmen, wie die Besucherbefragung des vergangenen Jahres gezeigt hat. Neu sind die Kombikarten, die es in drei verschiedenen Varianten gibt und mit denen auch ein Besuch des TheaterFigurenMuseums möglich ist: Die Karte „DUO“ berechtigt zum Besuch zweier Museen innerhalb von drei Tagen. Städtetouristen werden hier besonders angesprochen. Sie kostet sieben, ermäßigt vier und 16 Euro für die ganze Familie. Mit der Karte „TRIO“ können drei Museen innerhalb von drei Tagen besucht werden. Die „TRIO“ kostet für Erwachsene zehn, ermäßigt fünf und 22 Euro für Familien. „Eine für alle“ ist die Karte für diejenigen, denen die Auswahl schwer fällt. Diese Kombikarte berechtigt zum Besuch aller Lübecker Museen innerhalb einer Woche. Besucher, die sich in den Museen Zeit lassen wollen, zahlen 15, ermäßigt acht und Familien 32 Euro. Für die Dauer von herausragenden Sonderausstellungen erhöht sich der Preis der „Duo“ um einen, der der anderen Kombitickets um jeweils zwei Euro. Der Clou dabei ist: Jede Kombi-Karte, sei es „DUO“, „TRIO“, oder „Eine für alle“, gilt als Gutschein über zwei Euro im KunstCafé der Vorwerker Diakonie in der Kunsthalle, der auf einen Mittagstisch angerechnet werden kann.
Lübecker, die häufig ihre Museen besuchen, sind mit einer Jahreskarte gut beraten. Sie kostet 60 statt bisher 75 Euro, berechtigt zum beliebig häufigen Besuch aller Museen und ist sogar übertragbar! Das heißt zum Beispiel: freier Eintritt in mehr als 30 Sonderausstellungen, freier Eintritt jeden Donnerstag zum „Museumsabend“ einschließlich Programm! Auch hier gilt zusätzlich das Angebot des KunstCafés.
Nicht nur mit diesen Angeboten möchten wir den neuen Auftritt der Lübecker Museen feiern. Den jeweils ersten 500 Besuchern in jedem Museum schenken die Museen beim Erwerb einer Eintrittskarte ab dem 1. April einen eleganten Ansteckpin, der das neue Logo der Lübecker Museen präsentiert, wahlweise ein Lesezeichen.
Die Einzeltarife:
Erwachsene fünf Euro, Kinder unter sechs Jahren: frei, Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren im Buddenbrookhaus und Günter Grass-Haus: zwei Euro, Ermäßigte(Auszubildende, Student/innen, Zivil- und Grundwehrdienstleistende, Inhaber/innen des Lübeck-Passes bzw. des Seniorenpasses) zahlen 2,50 Euro.
Familienkarte 1 (ein Erwachsene/r und ihre / seine Kinder im Alter bis zu 18 Jahren) für einen Museumsbesuch: sechs Euro.
Familienkarte 2 (bis zu zwei Erwachsene und deren Kinder im Alter bis zu 18 Jahren) für einen Museumsbesuch: neun Euro.
Erwachsenengruppen ab 12 Personen: Vier Euro pro Person.
SchülerInnen im Klassenverband pro Person: Im Buddenbrookhaus und Günter Grass-Haus 2,50 bzw. einen Euro.
Für die Dauer von herausragenden Sonderausstellungen erhöhen sich die Eintrittspreise im jeweiligen Haus für Erwachsene um zwei, für Kinder, Jugendliche und Ermäßigte um einen Euro: Kunsthalle St. Annen: Gruppe Spur, 25. März bis 17. Juni 2007; St. Annen-Museum: Dieterich Buxtehude-Ausstellung, 6. Mai bis 26. August 2007; Buddenbrookhaus: Der Untertan revisited, 12. August bis 4. November 2007.
In der Katharinenkirche (geöffnet ab 15. April) gelten die o. g. Eintrittspreise nur bei Sonderausstellungen. In den übrigen Zeiträumen beträgt der Eintrittspreis einen Euro.
Im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk gelten folgende Eintrittspreise: Für Erwachsene 2,50, für Kinder, Jugendliche und Ermäßigte einen Euro. +++