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Letzte Führung durch Richter-Ausstellung und einiges mehr
070073LK 2007-01-24


In der kommenden Woche finden in der Hansestadt Lübeck wieder viele Führungen durch die kulturellen Einrichtungen statt. Zum letzten Mal haben Interessierte am Sonntag, 4. Februar 2007, Gelegenheit, die Ausstellung „Adrian Ludwig Richter - Zeichnungen und Aquarelle“ im Museum Behnhaus/Drägerhaus, Königstraße 9 - 11, zu besichtigen. Dr. Brigitte Heise bietet um 11.30 Uhr eine Führung an. Die Teilnahme kostet einschließlich Eintritt fünf Euro.

Eine Führung durch die Dauerausstellung „Pfeffer & Tuch für Mark & Dukaten - der Münzschatz des Hansekaufmanns“, im Kulturforum Burgkloster, Hinter der Burg 2 - 6, findet am Sonntag, 4. Februar, um 14.30 Uhr statt. Die Teilnahme kostet inklusive Eintritt sechs Euro. Die Münzen erzählen viel über den Handel der damaligen Zeit, woher welche Waren kamen und wohin sie verkauft wurden. Im „Kaufkeller“ sieht man Fässer, Ballen und Säcke mit Heringen, Tuchen, Fellen, Gewürzen und anderen Dingen, aber auch, wie die Menschen damals gekleidet waren.

Das Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, bietet an jedem ersten Sonnabend eines Monats eine szenische Führung an. Jan Bovensiepen lässt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Welt der Buddenbrooks eintreten und erweckt die Romanfiguren zum Leben. So erleben die Gäste Weltliteratur am authentischen Ort. Die Führung am Sonnabend, 3. Februar, beginnt um 14 Uhr, der Eintritt kostet acht Euro.

Wer sich für die Geschichte des Burgklosters, Hinter der Burg 2 - 6, interessiert, kann am Sonnabend, 3. Februar, um 14.30 Uhr an einer Führung durch das ehemalige Dominikanerkloster teilnehmen. Die Teilnahme kostet inklusive Eintritt sechs Euro. Zum Dank für ihre Hilfe in der Schlacht von Bornhöved 1227 haben die Lübecker der heiligen Maria Magdalena ein Kloster gewidmet. Erbaut wurde das „Maria-Magdalenen-Kloster“, so der eigentliche Name, 1229 auf dem Gelände der 1225/26 geschleiften stadtherrlichen Burg und bis ins 14. und 15. Jahrhundert erweitert. Es gehört mit Kreuzgang und angrenzenden Klausurräumen zu den Hauptleistungen der Backsteingotik in Norddeutschland.

Neben dem Burgkloster liegt das Museum für Archäologie, in dem am Sonnabend, 3. Februar, um 11 Uhr eine Führung stattfindet. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt zwei beziehungsweise ein Euro plus zwei Euro Gebühr für die Führung. Im sogenannten Beichthaus des ehemaligen Lübecker Dominikanerklosters sind auf drei Ebenen die Ergebnisse der Lübecker Archäologie zu sehen, durch die die Besucher einen guten Eindruck vom Alltag des mittelalterlichen Lübeckers bekommen. Neben dem Mittelalter, in dem Lübeck als Königin der Hanse auf dem Höhepunkt seiner Macht war, werden dem Besucher aber auch frühere Epochen wie die Stein- oder Bronzezeit präsentiert.

Auch das Museum Holstentor bietet am Sonnabend, 3. Februar, 15 Uhr, eine Führung an. Die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt. Das mächtige Holstentor ist das stolze Symbol der Geschichte Lübecks als reichsfreie Stadt und seiner Vormachtstellung im Ostseeraum. In den Geschützkammern befindet sich heute hinter bis zu 3,50 Meter dicken Mauern ein spannendes Museum, das nicht nur von der Geschichte des Tores als Wehrbau erzählt. Auch die umfangreiche Ausstellung „Die Macht des Handels“ wird hier gezeigt – denn auf dem Erfolg des Lübecker Kaufmanns gründete die Bedeutung der mittelalterlichen Stadt.

Interessierte haben die Möglichkeit, im Rahmen einer Führung durch das Grass-Haus im Erdgeschoss einen Einblick in „Atelier und Schreibwerkstatt von Günter Grass“ zu bekommen. Im Obergeschoss des Hauses wird die Ausstellung „’Der liebe Gott’ Otto Pankok. Ein ‚Lehrer’ von Günter Grass“ gezeigt. Die Führung (mindestens fünf Teilnehmer) findet am Sonnabend, 3. Februar, um 15.30 Uhr im Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, statt und dauert etwa eine Stunde. Die Teilnahme kostet sieben Euro. Im Obergeschoss ist in der Pankok-Ausstellung ein Querschnitt durch das Werk des Malers, Grafikers und Plastikers Otto Pankok (1893 - 1966) zu sehen. Unter anderem das türgroße Selbstporträt von 1958 und „Christus zerbricht das Gewehr“ von 1950 - eine Ikone der späteren Friedensbewegung.

Unter dem Motto „Schlaglichter“ können Interessierte an jedem ersten Freitag eines Monats an einer 30minütigen Kurzführung durch das Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, teilnehmen. Dabei erhalten sie die wichtigsten Informationen über die Familie Mann und den Roman „Buddenbrooks“. Die Führung am 2. Februar beginnt um 16 Uhr, die Teilnahme kostet sieben Euro.

Das St. Annen-Museum, St.-Annen-Straße 15, bietet regelmäßig freitags um 15 Uhr Führungen an. Der Schwerpunkt liegt auf der Abteilung für Sakrale Kunst. Die nächste Führung findet am 2. Februar statt, die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt. Das in einem ehemaligen Augustinerinnen-Kloster aus dem frühen 16. Jahrhundert eingerichtete Museum beherbergt Deutschlands bedeutendste Sammlung mittelalterlicher Schnitzaltäre norddeutscher Prägung. Sie wird ergänzt durch sakrale Werke niederländischer Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts.

Die Overbeck-Gesellschaft, der Kunstverein in Lübeck, bietet während der laufenden Ausstellungen jeweils sonntags um 15 Uhr Führungen im Pavillon, Königstraße 11, Behnhausgarten, an. Die nächste Führung findet am 4. Februar statt. Die Teilnahme kostet 1,50 Euro. In jedem der drei Räume des Overbeck-Pavillons ist bis zum 4. März eine besondere Position zeitgenössischer skulpturaler Kunst zugeordnet. Berta Fischer, Isa Melsheimer und Felix Schramm zeigen, wie selbstverständlich junge Künstlerinnen und Künstler heute auf den Errungenschaft der Kunst der 60er und 70er Jahre aufbauen, die die Skulptur als dekadent vom Sockel gehoben hatte. +++


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