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Film über das Schicksal eines jugendlichen Zwangsarbeiters
070050LK 2007-01-17


Das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk zeigt am Sonnabend, 27. Januar 2007, anlässlich des Gedenktages an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz einen Film über das Schicksal eines jugendlichen polnischen Zwangsarbeiters. Die Vorführung des Films „Das Heimweh des Walerjan Wrobel“ von Rolf Schübel (BRD 1990) beginnt um 19.30 Uhr in der Kokerstraße 1 - 3. Der Eintritt kostet 1,50 Euro, ermäßigt 0,50 Euro.

Der 16-jährige Walerjan Wrobel kommt im April 1941 als polnischer Zwangsarbeiter nach Deutschland, auf einen Bauernhof in Bremen-Lesum. Weil er schlecht behandelt wird und Heimweh hat, zündet er eine Scheune an – in der Hoffnung, wegen dieser „Dummheit“ nach Hause geschickt zu werden. Nach seiner Verhaftung wird er für 9 Monate ins KZ Neuengamme eingewiesen. Am 9. Juli 1942 wird er in Bremen „wegen schwerer Brandstiftung und Schädigung der Wirtschaftskraft des deutschen Volkes“ zum Tode verurteilt und am 25. August des gleichen Jahres in Hamburg hingerichtet.

Der vielfach preisgekrönte Film (unter anderem Bundesfilmpreis 1991) von Rolf Schübel basiert auf dem gleichnamigen Buch von Christoph U. Gustavus-Schminck (1986), das sich vor allem auf die Prozessunterlagen stützt. In eindrucksvollen Bildern schildert er das Schicksal eines Jungen, noch halbes Kind, das in die Fänge des NS-Terrorregimes gerät und mit seinem Leben bezahlen muss.

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