Digitales Pressedienstarchiv
Vortrag
über die Geldgeschichte des Stifts Quedlingburg
070046LK 2007-01-17
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Handel, Geld und Politik - vom frühen Mittelalter bis heute“ findet am Dienstag, 30. Januar 2007, ein Vortrag von Manfred Mehl aus Hamburg im Kulturforum Burgkloster zu Lübeck statt. Thema ist dieses Mal die „Münz- und Geldgeschichte des Kaiserlichen freien weltlichen Stifts Quedlinburg in den Jahren 994 - 1760“. Die Veranstaltung im Kapitelsaal des Burgklosters beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, ermäßigt 0,50 Euro.
Das Stift Quedlinburg erhielt im Jahr 994 das Privileg der Münzausprägung, das zuvor ausschließlich dem Kaiser/König zugestanden hatte. In der Folgezeit sind dort mit die prachtvollsten Gepräge des deutschen Mittelalters entstanden – Kleinkunstwerke der Hochromanik. Mit dem Bedeutungsverlust des Stiftes im späteren Mittelalter ließ die Prägetätigkeit jedoch nach und am Anfang des Dreißigjährigen Krieges beteiligten sich die Äbtissinnen kräftig an der „Kipperei“, der bedeutendsten Geldverschlechterung, die Deutschland neben der Inflation von 1923 jemals hatte. Aber auch in dieser Zeit und vor allen Dingen danach wurden prachtvolle Taler und Schaustücke herausgegeben. Schließlich verbot der Preußenkönig Friedrich der Große seiner Schwester Anna Amalia, damals Äbtissin des Stifts, das „Konkurrenzunternehmen“ der Münzprägung und damit endete die eigene Münzausgabe in Quedlinburg.
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