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Führungen
durch Tarasewicz-Ausstellung und vieles mehr
070034LK 2007-01-11
In der kommenden Woche bieten die Lübecker Museen wieder interessante Führungen durch ihre aktuellen Ausstellungen sowie durch die Häuser an. Im Rahmen der Ausstellung „Leon Tarasewicz. Grenzenlose Malerei“ bietet am Freitag, 19. Januar 2007, die Kunsthalle St. Annen, St.-Annen-Straße 15, um 16 Uhr eine Sonderführung für Erwachsene mit dem Thema „Leon Tarasewicz und die mittelalterliche Kunst“ an. Die Teilnahme kostet fünf Euro. Noch bis zum 28. Januar zeigt die Kunsthalle St. Annen diese Ausstellung. Der polnische Künstler hat die Kunsthalle auf zwei Ebenen mit einer Installation ausgefüllt, die das Unter- und Erdgeschoss des Gebäudes in ein begehbares Kunstwerk verwandelt hat: Die Böden sind als Farblandschaften ausgemalt.
Eine Familienführung für Kinder und Erwachsene durch die Tarasewicz-Ausstellung findet am Sonntag, 21. Januar, um 14 Uhr in der Kunsthalle St. Annen statt. Die Teilnahme kostet sieben Euro (Familienkarte).
„Von Thomas Mann zu Günter Grass“ lautet das Thema einer Führung, die das Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, am Mittwoch, 17. Januar, 14 Uhr, anbietet. Zunächst führt ein Rundgang durch das Buddenbrookhaus, anschließend werden die Teilnehmer zu einem Kurzbesuch in das Günter Grass-Haus geführt. Die Teilnahme kostet acht Euro.
Das St. Annen-Museum, St.-Annen-Straße 15, bietet regelmäßig freitags um 15 Uhr Führungen an. Der Schwerpunkt liegt auf der Abteilung für Sakrale Kunst. Die nächste Führung mit Jutta Meyer M.A. trägt des Titel „Den mittelalterlichen Handwerkern auf die Finger geschaut“ und findet am 19. Januar statt. Die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt. Das in einem ehemaligen Augustinerinnen-Kloster aus dem frühen 16. Jahrhundert eingerichtete Museum beherbergt Deutschlands bedeutendste Sammlung mittelalterlicher Schnitzaltäre norddeutscher Prägung. Sie wird ergänzt durch sakrale Werke niederländischer Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts, herausragend darunter der Passionsaltar von Hans Memling von 1491. Im Museum befindet sich außerdem eine bedeutende Sammlung liturgischer Gewänder und Geräte des Mittelalters.
Eine Führung durch die beiden Dauerausstellungen bietet das Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, am Sonnabend, 20. Januar, an. Die Führung beginnt um 14 Uhr. Die Teilnahme kostet inklusive Eintritt acht Euro. „Die Manns - eine Schriftstellerfamilie“ spiegelt die Geschichte der Familie Mann wider. Ausgehend von den ungleichen Schriftstellerbrüdern Heinrich und Thomas Mann, ihren Vorfahren, Geschwistern und Lebenspartnern spannt die Ausstellung in sechs Stationen einen Bogen über ihre Zeitgenossen bis hin zu ihren Nachfahren. Die zweite Ausstellung „Die 'Buddenbrooks' - ein Jahrhundertroman“ schildert die Entstehung, Handlung und Wirkung von Thomas Manns nobelpreisgekrönten Roman. Dabei wurde eine Literaturausstellung neuen Typs entwickelt.
Wer sich für die Geschichte des Burgklosters, Hinter der Burg 2 - 6, interessiert, kann am Sonnabend, 20. Januar, um 14.30 Uhr an einer Führung durch das ehemalige Dominikanerkloster teilnehmen. Die Teilnahme kostet vier Euro plus zwei Euro für die Führung zugunsten des Fördervereins Museum Burgkloster zu Lübeck e. V.. Zum Dank für ihre Hilfe in der Schlacht von Bornhöved 1227 haben die Lübecker der heiligen Maria Magdalena ein Kloster gewidmet. Erbaut wurde das „Maria-Magdalenen-Kloster“, so der eigentliche Name, 1229 auf dem Gelände der 1225/26 geschleiften stadtherrlichen Burg und bis ins 14. und 15. Jahrhundert erweitert. Es gehört mit Kreuzgang und angrenzenden Klausurräumen zu den Hauptleistungen der Backsteingotik in Norddeutschland.
Neben dem Burgkloster liegt das Museum für Archäologie, in dem am Sonnabend, 20. Januar, um 11 Uhr eine Führung stattfindet. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt zwei beziehungsweise ein Euro plus zwei Euro Gebühr für die Führung. Im sogenannten Beichthaus des ehemaligen Lübecker Dominikanerklosters sind auf drei Ebenen die Ergebnisse der Lübecker Archäologie zu sehen, durch die die Besucher einen guten Eindruck vom Alltag des mittelalterlichen Lübeckers bekommen. Neben dem Mittelalter, in dem Lübeck als Königin der Hanse auf dem Höhepunkt seiner Macht war, werden dem Besucher aber auch frühere Epochen wie die Stein- oder Bronzezeit präsentiert.
Auch das Museum Holstentor bietet am Sonnabend, 20. Januar, 15 Uhr, eine Führung an. Die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt. Dieses Mal wird Reinhild Behrje Interessierten die Führung übernehmen. Das mächtige Holstentor ist das stolze Symbol der Geschichte Lübecks als reichsfreier Stadt und seiner Vormachtstellung im Ostseeraum. In den Geschützkammern befindet sich heute hinter bis zu 3,50 Meter dicken Mauern ein spannendes Museum, das nicht nur von der Geschichte des Tores als Wehrbau erzählt. Auch die umfangreiche Ausstellung „Die Macht des Handels“ wird hier gezeigt – denn auf dem Erfolg des Lübecker Kaufmanns gründete die Bedeutung der mittelalterlichen Stadt.
Das Museum Behnhaus/Drägerhaus, Königstraße 9 - 11, bietet jeden Sonntag eine thematische Führung an. In der Führung am 21. Januar, 15 Uhr, erläutert Anneliese Kieseritzky „Die historischen Räume“ des Hauses. Die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt vier Euro inklusive Eintritt. Das Museum ist ein Ensemble aus zwei miteinander verbundenen Kaufmannshäusern des 18. Jahrhunderts. Das Behnhaus ist das eindrucksvollste Beispiel großbürgerlicher Wohnkultur um 1800 in Norddeutschland und spiegelt den Repräsentationswillen des Lübecker Kaufmanns wider. Das Drägerhaus besitzt die einzige erhaltene Lübecker Festraumfolge des 18 Jahrhunderts und beherbergt heute eine reiche Gemäldesammlung. Zu sehen sind in beiden Häusern Werke des 19. und 20. Jahrhunderts von Overbeck und Caspar David Friedrich, Liebermann und Kuehl, Slevogt und Pechstein. +++