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Aktuelle Mitteilungen des Lübeck-Pressedienstes

Ökolandbau und Biodiversität: Da geht mehr!
190597L 2019-06-12


Artenvielfalt erleben: Vortrag im Museum für Natur und Umwelt am 14. Juni 2019

Was können wir tun, um eine ökologische Lebensmittelproduktion vor Ort mit einer hohen Biodiversität und den Bedürfnissen der Verbraucher zu verknüpfen? Diese und andere Fragen wird Prof. Dr. Gerold Rahmann in einem Vortrag für Jugendliche und Erwachsene im Lübecker Museum für Natur und Umwelt am Freitag, 14. Juni 2019, um 18 Uhr aufgreifen. Einlass ist ab 17.30 Uhr, die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Art und Weise, wie unser Essen produziert wird, hat eine unmittelbare Bedeutung für die Biologische Vielfalt. Das trifft gerade auf Schleswig-Holstein zu, wo 70 Prozent der Landesfläche landwirtschaftlich genutzt werden gegenüber 55,5 Prozent im Bundesdurchschnitt. Das weltweit alarmierende Artensterben macht vor der Feldflur Schleswig-Holsteins nicht Halt. Seit den 1950er Jahren gingen beispielsweise die Artenzahlen von Ackerwildkräutern um 70 Prozent zurück. Bei den Vögeln in Schleswig-Holstein zeigen die Populationen früherer Allerweltsarten landwirtschaftlich genutzter Flächen drastische Einbrüche: Beispielsweise ist die Anzahl der Feldlerchen von 1998 bis 2015 um etwa 50 Prozent gesunken. Das Insektensterben weckt auch in Lübeck bei vielen Menschen Impulse, jetzt zu handeln und den Trend zu wenden.

Biodiversität bedeutet aber nicht nur die Fülle der Insekten, Vögel und wilder Blumen auf dem Acker. Dazu kommen auch die Vielfalt der Lebensräume, die Kulturartenvielfalt der Feldfrüchte, die genetische Vielfalt und letztendlich auch der Mensch in seiner Vielfalt. „Der Ökolandbau hat hier erhebliche Vorzüge gegenüber intensiver konventioneller Landwirtschaft“, erklärt Prof. Dr. Gerold Rahmann vom Thünen Insitut für Ökologischen Landbau, der in Trenthorst und auf der ganzen Welt zu diesem Thema seit Jahren intensiv forscht. Eine stabile und reichhaltige Biodiversität ist aber auch im Ökolandbau nicht selbstverständlich: Spezialisierung und Intensivierung reduzieren das Potenzial. Die Verbraucher wollen Produkte, die mit einer hohen Biodiversität nicht produzierbar sind.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionstage „Artenvielfalt erleben“ statt. Das komplette Programm ist online abrufbar unter www.unv.luebeck.de . Das gedruckte Programm liegt im Museum für Natur und Umwelt und an weiteren Stellen im Stadtgebiet aus. +++


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