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Aktuelle Mitteilungen des Lübeck-Pressedienstes

Zukunft gesichert: Die Sternwarte bekommt ein neues Zuhause
190444L 2019-05-07


Gemeinnützige Sparkassenstiftung stellt für Neubau 233.000 Euro bereit

Der Vorstand der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung hat in seiner März-Sitzung 233.000 Euro für den Neubau der Sternwarte an der Schule Grönauer Baum in St. Jürgen bewilligt. Damit setzt die Lübecker Stiftung einen neuen deutlichen Akzent in ihrem Schwerpunktbereich Bildung und Erziehung.

Die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck startet das neue Stiftungsjahr mit einem Paukenschlag: Für den Neubau der Lübecker Sternwarte an der Grönauer Baum Grundschule stellt die Stiftung 233.000 Euro bereit. Die Mittel werden insbesondere für den Bau eines Beobachtungsturms mit astronomischer Kuppel verwendet.

Die Stiftung ermöglicht damit die Wiedereröffnung der seit 2016 geschlossenen Sternwarte gemeinsam mit der Hansestadt Lübeck, die das Vorhaben mit 203.000 Euro bezuschusst. Die Bürgerschaft knüpfte die Zusage der Mittel an die Bedingung, dass die zusätzlichen Kosten durch Spenden einzuwerben sind. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 435.400 Euro. Die Sparkassenstiftung übernimmt den Fehlbetrag in voller Höhe.

„Wer Sterne erforschen will, braucht neben der geeigneten Technik auch die entsprechende Umgebung“, so Frank Schumacher ,Vorstandsvorsitzender der Stiftung. „Diese war nach dem Auszug aus der Johannes-Kepler-Schule in 2016 nicht mehr gegeben. Mit unserer Förderzusage sichern wir ein wichtiges Bildungsangebot in unserer Region. Die Astronomie verknüpft praktische Wissensvermittlung rund um die Naturwissenschaft mit Heimatkunde und spricht sowohl Kinder als auch Erwachsene an. In dieser Kombination ist die Sternwarte einzigartig“, so Schumacher weiter.

Die Sternwarte Lübeck wurde 1957 zunächst als Volkssternwarte gegründet. Bis 2007 war sie eine städtische Bildungseinrichtung und Teil der Volkshochschule – getragen vom Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck e.V. Zweck ist die Förderung der Schulbildung und der Erwachsenenbildung auf dem Gebiet der Astronomie. In 2016 erforderte die Entwicklung eines neuen Wohngebiets den Auszug aus der Johannes-Kepler-Schule. Mit Vorträgen und Veranstaltungen an verschiedenen Orten konnte der Trägerverein das Angebot seit der Schließung aufrechterhalten.

Danach begann ein Prozess des intensiven Suchens nach einem geeigneten Standort. „Einigkeit bestand zu jeder Zeit darüber, dass die Sternwarte erhalten bleiben muss“, so Bildungssenatorin Kathrin Weiher. Sie setzte sich konsequent für dieses Projekt ein, bis endlich die Schule Grönauer Baum als neue Heimstatt gefunden und die notwendigen Mittel im Stadthaushalt bereitgestellt wurden.

„Wir sind mit dem neuen Standort in Lübeck St. Jürgen sehr zufrieden“, so Oliver Paulien, Vorsitzender vom Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck e.V.. „Fern der Innenstadt sind nur wenige künstliche Lichtquellen vorhanden. Darum ist die Umgebung frei von Lichtsmog. Das ermöglicht freie Sicht über einen Großteil des Himmels. Außerdem ist die Erreichbarkeit an der Schule Grönauer Baum gegeben, denn es gibt eine gute Verkehrsanbindung“, so der Hobby-Astronom.

Die Umsetzung der Baumaßnahme für die Sternwarte einschließlich Beobachtungsturm erfolgt nun durch das Gebäudemanagement der Hansestadt Lübeck. Der Fachbereich Kultur und Bildung von Senatorin Kathrin Weiher wird nach Fertigstellung für den Bauunterhalt und die Betriebskosten zuständig sein. Der Verein beteiligt sich mit einer monatlichen Betriebskostenpauschale in Höhe von 100 Euro. Die Hansestadt Lübeck garantiert dem Verein die Überlassung der Räumlichkeiten für 15 Jahre.

„Die Überlassungsgarantie ist für uns ein wesentliches Entscheidungskriterium“, betont Schumacher. „Unsere Förderung ist an die Zusage der Hansestadt gebunden.“

Die Mitglieder des Arbeitskreises Lübecker Sternwarte freuen sich nun auf den Einzug. Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist bis Ende Juni 2020 vorgesehen. Am neuen Standort kommt die vorhandene Technik wieder zum Einsatz. Im Zentrum steht ein in 2011 angeschafftes Teleskop im Wert von 100.000 Euro, das zurzeit eingelagert ist. Nach der Wiedereröffnung steht es für Himmelsbeobachtungen wieder bereit. So kann Astronomie hautnah und live vermittelt werden.

Für weitere Fragen:

Quelle: Gemeinnützige Sparkassenstíftung zu Lübeck


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